Der Projektmarkt verändert sich
4. Mai 2009 – Der IT-Projektmarkt ist derzeit unausgeglichen. Die Auswirkungen der Krise machen sich bemerkbar, betreffen aber nicht den gesamten Projektmarkt. Statistiken belegen zwar, dass der IT-Projektmarkt kurzfristig geschrumpft sei, zeigen aber auch, dass nicht alle Freiberufler davon betroffen sind. Während manche Freiberufler seit längerem auf der Suche nach einem Folgeprojekt sind, haben andere einen bis ins nächste Jahr gefüllten Terminkalender. Und doch spüren die IT-Freelancer Anzeichen für eine Veränderung des Marktes. So müssen sie sich öfter als früher für ein neues Projekt bewerben. Häufig werden sie daraufhin zwar zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, ein Projektauftrag ergibt sich daraus jedoch nicht zwangsläufig. Hinzu kommt, dass sie momentan längere Wartezeiten zwischen den Projekten, niedrigere Honorarangebote und kürzere Projektlaufzeiten einkalkulieren müssen.
Die reutax AG kommentiert:
Die Wirtschaft und damit auch der Arbeitsmarkt befinden sich aktuell im Wandel. Weg von starren, unflexiblen Arbeitsmodellen hin zu einer flexiblen Projektwirtschaft. Bedingt durch die Wirtschaftskrise ist dieser Wandel momentan nicht deutlich zu sehen, da viele Unternehmen ihre IT-Projekte derzeit auf Eis gelegt haben. Die Chancen stehen jedoch gut, dass der Projektmarkt nach Bewältigung der Krise wieder anzieht. Ein Zeichen hierfür ist auch, dass IT-Spezialisten zu deutlich mehr Vorstellungsgesprächen als früher eingeladen werden. Denn die IT-Leiter sind momentan zum Sparen gezwungen, wollen aber offensichtlich für bessere Zeiten gerüstet sein und IT-Fachkräfte „an der Hand haben“. Auch ist die Krise längst nicht am gesamten Projektmarkt zu spüren. Wie stark IT-Freiberufler momentan ausgelastet sind, hängt vor allem auch von ihren Skills ab. Bei-spielsweise ist im Umfeld von SAP Business Warehouse und Business Objects und im Oracle-Bereich der Projektmarkt noch weitgehend stabil. Wer aktuell eine Projektflaute durchlebt, sollte die Zeit sinnvoll für Weiterbildung nutzen und sein Profil so für den bevorstehenden Aufschwung attraktiv halten.
