Wie wirkt sich die Finanzkrise auf den IT-Markt aus?

 

16. Oktober 2008 – An dieser Frage scheiden sich momentan die Geister. Eher pessimistische Beobachter glauben, dass sich die Rezession in den Auftragsbüchern der IT-Firmen und auf dem IT-Arbeitsmarkt niederschlagen werde. Sie verweisen auf die jüngsten Ankündigungen von SAP und IDS Scheer. Auch das Marktforschungsinstitut Forrester sieht in einer aktuellen Studie die großen IT-Dienstleister unter Druck. Viele Kunden würden derzeit vereinbarte Projekte verschieben und einfrieren. Andere Branchenkenner sind dagegen der Meinung, dass die IT-Branche durchaus von der Finanzkrise profitieren könnte. So könnten die Mergers & Acquisitions sowie Sparprogramme der Unternehmen dazu führen, dass sie die IT-Landschaft weiter konsolidieren müssen. Darüber hinaus dürfte die Nachfrage nach Lösungen für SOA, Business Intelligence oder Compliance deutlich steigen.

Die reutax ag kommentiert:
„Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus zwei Schriftzeichen zusammen – das eine bedeutet Gefahr und das andere Gelegenheit.“ Diese Weisheit von John F. Kennedy trifft sehr gut auf die aktuelle Marktsituation zu. Die IT-Branche wird kurzfristig negative Effekte spüren. Das hat jetzt schon begonnen. Aber durch den Wandel ergeben sich auch Chancen. So verändert sich auch die Nachfrage nach IT-Lösungen. In Krisenzeiten sind verstärkt Lösungen gefragt, die einen wichtigen Wertbeitrag liefern. Unternehmen geht es jetzt neben der Minimierung von Risiken auch darum, ihre Alleinstellungsmerkmale herauszuarbeiten und Innovationen voranzutreiben. Nur so können sie sich am Markt positionieren. Dies hat natürlich auch Auswirkungen auf die IT-Freelancer. Wegen ihres Know-hows aus verschiedenen Projekten schätzen Unternehmen immer mehr ihre beratende Funktion und setzen sie gezielt als Innovationsberater für neue Lösungen ein. Es gibt sie also noch, die Chance in der Krise. Unternehmen und IT-Freiberufler müssen sie nur nutzen. 
 

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