Mehr IT-Jobs im Oktober

2. Dezember 2008 – Der IT-Stellenmarkt scheint nach wie vor von den düsteren Aussichten durch die Wirtschaftskrise unbeeindruckt. Das zeigt die Anzahl der offenen Stellen für IT-Experten, die im monatlichen Stellenindex der IT-Fachzeitschrift „Computer Zeitung“ ausgewertet werden. Im Oktober stieg die Anzahl offener Positionen für IT-Experten im Vergleich zum Vormonat um 8,5 Prozent. Beispielsweise sind die Anzeigen für Support und Help-Desk-Mitarbeiter um 19 Prozent gestiegen, jene für SAP-Berater um 18 Prozent und die für Datenbankspezialisten um vier Prozent. Noch deutlicher ist der Anstieg der Anzeigenschaltungen für IT-Berater. Diese stiegen im Oktober verglichen mit den September-Zahlen um 46 Prozent. Der Anstieg ist in fast allen Branchen zu beobachten.

Die reutax AG kommentiert: 
In Krisenzeiten setzen Unternehmen vermehrt auf IT-Lösungen zur Kostenreduzierung. Das dafür nötige Know-how findet sich häufig nicht im Unternehmen selbst und muss daher extern beschafft werden. Insofern spiegeln die ansteigenden Zahlen für IT-Experten, insbesondere für IT-Berater, tatsächlich die sich verschlechternde wirtschaftliche Lage deutscher Unternehmen wider. Allerdings verdeutlichen sie auch, dass die Unternehmen verstanden haben, dass durch Prozessoptimierung und eine effiziente Infrastruktur langfristig mehr gespart werden kann, als durch kurzfristige Einsparungen. Dies zeigt sich auch in den hohen Anforderungen an IT-Berater. Auf der Wunschliste stehen neben betriebswirtschaftlichem Know-how, großer Projekterfahrung und einem Studium der Wirtschaftsinformatik auch gute Deutsch- und Englisch-Kenntnisse.
Doch diese Entwicklung spiegelt nur eine Seite der Medaille wieder. Mittelfristig müssen sich Freelancer einem verstärkten Wettbewerb stellen. Unternehmen setzen zwar vermehrt auf externe Spezialisten, gleichzeitig werden jedoch auch Festangestellte freigestellt, die zunehmend auch die Selbstständigkeit als berufliche Alternative in Betracht ziehen. Die aktive Vermarktung ihrer Dienstleistung gewinnt daher auch bei Freelancern zukünftig an Bedeutung.

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